An meine Hunde
Soll ich euch den Menschen zeigen?
Den Sapiens Sapiens - den Doppeltweisen - das Ebenbild Gottes - die Krone der Schöpfung - den Gepflegten, Geistvollen - den Kultivierten - den Ritter der Tafelrunde auf dem hohen Ross - den Lieblichen - den Liebenden - den Schöngeist von Welt - das gefährlichste Tier auf diesem Planeten - ein Geschöpf, für welches der Begriff "Raubtier" unterdefiniert ist - die Spitze jedes möglichen Ekels - die inkarnierte leibhaftige Hölle - den Abschaum des Universums ?
Kann ich euch Menschen zeigen?
Aber wisset, ihr Herdenweisen: Das ist nichts für schwache Nerven. Wenn man nämlich Menschen beobachten will, dann muss man Hirn und Magen gut unter Kontrolle haben, und man muss vorher innerlich ganz zumachen, die eigenen Gefühle abschalten, sonst hält man das nicht aus ohne wahnsinnig zu werden. Denn nur, wenn man ein Herz aus Stein hat, oder völlig verrückt ist und pervers dazu, oder so blöde, dass man überhaupt nichts mitbekommt, dann ist man vorbereitet auf den Menschen.
Darf ich euch Menschen zeigen?
Schreibt man Liebesgeschichten? Oder von den guten Taten der Heiligen? Von der Menschenmutter, die rührend ihren Säugling umsorgt? Von den Hunden, jenen Kindern der Wölfe, die der freundliche Mensch sich einst zum Begleiter züchtete? Vom lieben Kind, das mit seinem Hund spielt? Von den ungezählten Herdenhunden, die jahrtausendelang unseren Vorfahren Viehherden und Besitz bewachten und sie so überleben ließen? Von den Jagdhunden, die aus Dankbarkeit für ihre Dienste als Sternbildern, als Canis Minor und Canis Major am Himmel verewigt wurden? Vom Stern Sirius, dem Hundestern, der den Ägyptern einst ihre Nahrung wies? Von der legendären Wölfin, die einst Romulus und Remus säugte und so das Imperium Romanum, die Grundlage unserer heutigen Kultur, ermöglichte?
Muss ich euch Menschen zeigen?
Die Freundlichkeit des Menschen ist grenzenlos, ebenso seine Dankbarkeit, selbst Geschöpfen gegenüber, die er selbst für sich erfand, und die ihm daher auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.
Freue dich, kleiner Hund, denn du bist unter lieben Menschen, die nie Zähne zeigen, und denen Messer fremd sind. Du bist nicht unter Würgern, unter mitleidlosen Quälern und grundlos-Totschlägern.
Hab keine Angst, kleiner Hund, du bist wohl behütet an der Seite deiner Herren.
Fürchte dich nicht, kleiner Hund, denn der gute Mensch ist bei dir, alle Tage, bis an dein friedvolles Ende.
Schlaf jetzt, kleiner Hund, schlaf wohlig ein, auf dem warmen Schoß deines Menschen.
Kohlenmonoxid - die Verbindung aus zwei Urstoffen des Lebendigen
http://www.protection-des-animaux.org/tv/Fourriere_2/Fourriere.wmv
Die Regenbogenbrücke führt in die Hölle!
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Quelle mit Weiterem online:
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